Atemübung

Atemübung online: geführt mit Animation

Wähle einen Rhythmus, folge dem Kreis und atme in deinem Tempo mit. Zur Auswahl stehen verlängertes Ausatmen, ein ruhiger Gleichtakt, Box-Atmung und 4-7-8. Das Atemanhalten kannst du jederzeit weglassen.

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Stand: 17.10.2026

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4 Sekunden ein, 6 Sekunden aus. Einfach und ohne Anhalten, ein guter Einstieg.

Bereit, wenn du es bist

Bitte beachten

  • Atme sanft und nur so tief, wie es angenehm ist. Du musst nichts erzwingen.
  • Wenn dir schwindelig wird oder du dich unwohl fühlst, beende die Übung und atme normal weiter.
  • Bei Herz- oder Lungenerkrankungen, in der Schwangerschaft oder bei Unsicherheit sprich vorher mit deiner Ärztin oder deinem Arzt.
  • Bei Brustschmerzen, Atemnot oder dem Gefühl akuter Gefahr: Notruf 112.

Wenn es dir gerade sehr schlecht geht

Diese Seite ist eine Selbsthilfe-Anleitung. Sie ersetzt weder eine Diagnose noch eine Behandlung. Wenn du dich überfordert, hoffnungslos oder in Gefahr fühlst, wende dich bitte direkt an Menschen, die helfen können:

Wichtig: Bei akuter Gefahr bitte sofort den Notruf 112 anrufen. Ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116117. TelefonSeelsorge (anonym & kostenfrei): 0800 111 0 111 oder 0800 111 0 222. Krisenchat (24/7, kostenlos): krisenchat.de.

Warum langsames Atmen entspannen kann

Atmung ist eine der wenigen Körperfunktionen, die wir bewusst beeinflussen können. Langsames, ruhiges Atmen, vor allem ein etwas längeres Ausatmen, signalisiert dem Körper, dass er herunterfahren darf. Viele Menschen erleben dadurch ein Nachlassen von Anspannung, Herzklopfen und Gedankenrasen. Atemübungen wirken meist nicht schlagartig, werden aber mit regelmäßigem Üben leichter.

Die Rhythmen im Überblick

  • Verlängertes Ausatmen (4-6): Der einfachste Einstieg. Das Ausatmen ist länger als das Einatmen.
  • Ruhiger Rhythmus (5-5): Gleichmäßiges Ein- und Ausatmen, etwa sechs Atemzüge pro Minute.
  • Box-Atmung (4-4-4-4): Ein, halten, aus, halten, jeweils gleich lang. Gibt Struktur, wenn der Kopf voll ist.
  • 4-7-8: Vier Sekunden ein, sieben halten, acht aus. Eine anspruchsvollere Variante mit langem Ausatmen.

So gelingt die Übung

  • Setz dich bequem hin oder lege dich hin. Die Schultern dürfen sinken.
  • Atme möglichst durch die Nase ein und sanft aus, in den Bauch statt hoch in die Brust.
  • Atme nur so tief, wie es angenehm ist. Zwinge dich nicht zu großen Atemzügen.
  • Wenn Gedanken abschweifen, ist das normal. Komm freundlich zum Zählen zurück.
  • Übe lieber täglich ein bis zwei Minuten als einmal lang. So steht die Technik bereit, wenn du sie brauchst.

Bei Angst und Panik

In akuter Angst fühlt sich das Atmen oft bedrohlich an. Hier hilft es, nicht tief einzuatmen, sondern vor allem lang und langsam auszuatmen und das Anhalten auszulassen. Atemübungen können Symptome lindern, sind aber kein Garant. Mehr dazu und weitere Soforthilfen findest du im Ratgeber Panikattacken: Soforthilfe und Strategien.

Sicherheit

Beende die Übung, wenn dir schwindelig wird, du ein Kribbeln bemerkst oder dich unwohl fühlst, und atme normal weiter. Bei Herz- oder Lungenerkrankungen, in der Schwangerschaft oder wenn du unsicher bist, sprich vorab mit deiner Ärztin oder deinem Arzt. Bei Brustschmerzen oder akuter Atemnot ruf bitte den Notruf 112.

Mehr als eine Übung?

Mira begleitet dich auch zwischen den Übungen: beim Sortieren von Gedanken, beim Planen kleiner Schritte und bei Check-ins. Als digitale Selbsthilfe.

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Häufige Fragen

Wie lange sollte ich die Atemübung machen?

Für den Anfang genügen ein bis drei Minuten. Wichtiger als die Dauer ist die Regelmäßigkeit. Täglich kurz üben ist hilfreicher als selten lange.

Kann eine Atemübung eine Panikattacke stoppen?

Sie kann Symptome lindern und das Gefühl von Kontrolle stärken, garantiert aber nichts. Bei Brustschmerzen, starker Atemnot oder Unsicherheit, ob es etwas Körperliches ist, ruf bitte den Notruf 112.

Warum soll ich in der Panik nicht tief einatmen?

Sehr tiefes, schnelles Atmen kann eine Hyperventilation verstärken und zu Schwindel oder Kribbeln führen. Ruhiges Atmen mit langem Ausatmen ist meist besser verträglich.

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